Ozonschicht über der Arktis hat ein Loch


Arktische Ozonwerte haben den Schwellenwert zum Ozonloch unterschritten

Drastischer Schwund: Die Ozonschicht über der Arktis ist momentan so stark ausgedünnt, dass ein Ozonloch aufgerissen ist. Dieses reicht etwa bis zum 60. Breitengrad, wie aktuelle Messungen belegen. Demnach liegt die Ozondichte in diesem Gebiet unterhalb von 220 Dobson-Einheiten – ab diesem Schwellenwert sprechen Forscher offiziell von einem Ozonloch. Ursache für das arktische Ozonloch ist ein ungewöhnlich starker Polarwirbel.

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Die Ozonschicht ist ein wichtiger Schutzschild vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Die Freisetzung chlor- und fluorhaltiger Kohlenwasserstoffe jedoch führt in Verbindung mit Kälte und Sonnenlicht zum Abbau dieser schützenden Schicht. Trotz Verbots dieser FCKW existiert dadurch bis heute ein Ozonloch über der Antarktis, aber auch in der Arktis und den mittleren Breiten ist die Ozonschicht ausgedünnt.

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Ozonloch über der Arktis am 18. März 2020. Tiefblaue Farben markieren Gebiete, in denen die Ozondichte unter 220 Dobson-Einheiten sinkt – und damit die Schwelle zum Ozonloch unterschreitet. © NASA/GSFC