Einigung der EU: Neue Marinemission im Mittelmeer


Europäische Schiffe patrouillieren fortan wieder vor libyschen Küstengewässern. Gerettete Flüchtlinge dürfen in Griechenland von Bord – und sollen auf aufnahmewillige Mitgliedstaaten verteilt werden.

Thomas Gutschker | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Letzte Fahrt für Mission „Sophia“: Die Fregatte Augsburg kehrt in den Marinehafen in Wilhelmshaven zurück. Bild: dpa

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich am Donnerstag auf eine neue Marinemission zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen geeinigt. Das erfuhr die F.A.Z. aus Diplomatenkreisen; die Entscheidung der EU-Botschafter muss nun noch im schriftlichen Verfahren bestätigt werden. Die Mission wird den Namen „Irini“ tragen, nach dem neugriechischen Namen der Friedensgöttin Eirene. Sie löst die Mission „Sophia“ ab, die Ende des Monats ausläuft. Das Waffenembargo soll mit Satelliten und Aufklärungsflugzeugen sowie mit Marineschiffen von See aus überwacht werden. Die Mission ist zunächst auf ein Jahr angesetzt.

Möglich wurde die Einigung, nachdem sich Athen bereit erklärte, dass Migranten, die von den Schiffen aus Seenot gerettet werden, in Griechenland an Land gehen dürfen. Diplomaten lobten die „sehr konstruktive Haltung“ des Landes. Italien hatte wegen der Corona-Krise abgesagt. Von Griechenland sollen Gerettete auf willige Staaten verteilt werden.

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