Nordatlantik: Umwälzströmung mit Aussetzern


Weniger stabil als gedacht: Die Nordatlantische Umwälzströmung geriet während der letzten Zwischeneiszeiten mehrfach ins Stottern – ihre Pumpleistung schwankte stark, wie Bohrkerndaten belegen. Dabei kam es zu zahlreichen Fast-Ausfällen, die zwischen 100 und 3.000 Jahren dauerten. Das könnte bedeuten, dass diese wichtige Pumpe im Klimasystem zwar langfristig stabil ist, aber bei warmem Klima sensibler auf Störungen reagiert als gedacht, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten.

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Die Nordatlantische Umwälzströmung könnte anfälliger gegenüber Störungen sein als gedacht – und dann in Stottern geraten. © Brisbane /CC-by-sa 3.0

Die Nordatlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC) ist ein entscheidender Motor der globalen Meeresströmungen und ein wichtiger Einflussfaktor für das regionale und globale Klima. Denn durch sie sinkt warmes, salziges Wasser vor Grönland in die Tiefe und strömt abgekühlt am Meeresgrund nach Süden. An der Oberfläche entsteht dadurch ein Sog, der warmes Wasser nach Norden zieht. Fällt diese „Pumpe“ aus, versiegen Golfstrom und Nordatlantikstrom und damit die „Fernheizung“ Europas.

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