Politikwissenschaftler: Religiöser Einfluss in Corona-Krise virulent

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Der Politikwissenschaftler Andreas Jacobs sieht beim Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus den Einfluss von Religionen auf das politische Handeln als Problem.

evangelisch.de

Im Zuge der Corona-Krise zeige sich, wie virulent das Verhältnis von Religion und Politik in vielen Staaten der Welt sei, schreibt der Abteilungsleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in einer Kurzanalyse, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Er verweist darin auf Staaten, die religiöse Massenveranstaltungen aus Rücksicht auf die einflussreichen Gemeinschaften nicht abgesagt haben.

Insbesondere für Regime, deren Herrschaft auf religiöser Legitimierung beruhe, sei die Beschränkung religiöser Praxis ein grundsätzliches Problem, schreibt Jacobs, der die Abteilung „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ bei der CDU-nahen Stiftung leitet. Als Beispiele nennt er unter anderen die späte Schließung von Pilgerstätten im Iran, die anfängliche Weigerung zur Absage von Freitagsgebeten in der Türkei oder volle katholische Gottesdienste in Tansania.

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