Fake News in Afrika: Mit Knoblauch gegen Corona?


Vergiftungen mit Bleichmittel oder Malaria-Medikamenten, die angeblich gegen das Coronavirus schützen: Fake News können lebensgefährliche Folgen haben. Die Webseite Africa Check geht dagegen vor.

Caroline Hoffmann | tagesschau.de

Polizisten kontrollieren einen Markt in Lagos, Nigeria, auf Einhaltung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus | Bildquelle: AFP

An seinem Marktstand in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba verkauft Abebe Tene Ingwerknollen nicht nur, er nutzt sie auch selbst – gegen das Coronavirus. In seiner Nase stecken frischer Ingwer und eine Knoblauchzehe. „Wir verkaufen immer noch, denn viele wollen diese Gewürze aus medizinischen Gründen“, sagt der Marktverkäufer. „Schaut mich an: Ich schütze mich, indem ich Knoblauch in das eine Nasenloch stecke und Ingwer in das andere.“

Und nicht nur am Marktstand kursieren solche Ideen – im Internet verbreiten sie sich rasend schnell. „Die Leute sagen, dass Knoblauch Covid-19 heilen kann. Es gibt Menschen, die behaupten Bleichmittel würde helfen. Oder der Urin von Tieren. Alles falsche Heilversprechen“, sagt Vincent Ng’ethe von der Webseite Africa Check. Ihre Arbeit: Fake News im Internet finden, überprüfen und korrigieren.

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