Der Asteroid Itokawa besitzt einen feinen Pelz aus Eisenhaaren

This "super-resolution” view of asteroid Bennu was created using eight images obtained by NASA’s OSIRIS-REx spacecraft on Oct. 29, 2018, from a distance of about 205 miles (330 km). Credit: NASA/Goddard/University of Arizona

Forscher vermuten, dass die winzigen Eisenkristalle eine Folge des Sonnenwinds sind, der den Himmelskörper allmählich verwittern lässt

DERSTANDARD

Der Asteroid Itokawa gleicht äußerlich einer Erdnuss.
Foto: Jaxa

Am 12. September 2005 gelang es der Sonde Hayabusa erstmals in der Geschichte der Raumfahrt, Bodenproben von einem Asteroiden aufzunehmen. Obwohl sich der Heimflug von dem rund 535 Meter langen, Erdnuss-förmigen Geröllhaufen (25143) Itokawa wegen technischer Probleme um drei Jahre verzögerte, schaffte das Raumfahrzeug der japanischen Raumfahrtagentur JAXA mit seiner kostbaren Fracht an Bord am 13. Juni 2010 die Rückkehr zur Erde. Die abgetrennte Kapsel mit etwa 1.500 silikathaltigen Gesteinskörner von jeweils unter zehn Mikrometern Durchmesser im Transportbehälter landete unbeschadet in Australien. Bis heute liefern die außerirdischen Brösel neue Erkenntnisse über Asteroiden im Allgemeinen und Itokawa im Speziellen.

Überraschende Eisenhärchen

Einem internationalen Team ist es nun gelungen, einigen dieser winzigen Probenkörnchen bislang unentdeckte Geheimnisse zu entlocken: Die Oberfläche der Körnchen ist offenbar mit winzigen feinsten Kristallen aus Eisen übersät. Diese Beobachtung ist eine große Überraschung, immerhin hatten Fachleute aus aller Welt in den zurückliegenden zehn Jahren bereits ausgiebig Struktur und chemische Zusammensetzung der Staubteilchen von Itokawa untersucht – die Eisenhärchen waren bislang jedoch nicht aufgefallen.

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