Israels Ultraorthodoxe „Erzwungene Gebetspause“


In den streng religiösen Gemeinden Israels breitet sich das Coronavirus deutlich schneller aus als im Rest des Landes. Die Behörden dringen mit den Warnungen vor den Auswirkungen kaum durch.

Tim Aßmann | tagesschau.de

Ultraorthodoxer Jude in Israel. Bild: AFP

„Nazi, Nazi“ wird den Polizisten in Kampfmontur entgegen gerufen als sie versuchen ein Geschäft zu schließen, das im Zuge der israelischen Anti-Corona-Maßnahmen eigentlich schon lange zu sein sollte. Schauplatz der Polizeiaktion: der von streng-religiösen Juden bewohnte Stadtteil Mea Shearim in Jerusalem.

Vor allem in den ultraorthodoxen Ortschaften und Vierteln haben die Behörden große Schwierigkeiten die staatlichen Vorgaben, mit denen die Pandemie bekämpft werden soll, durchzusetzen. Viele jüdische Religionsschulen, die Yeshiven, blieben noch tagelang geöffnet, nachdem der Staat bereits die Schließung aller Schulen angeordnet hatte.

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