Passive Impfung gegen Covid-19: Die Corona-Feuerwehr winkt mit der Antikörperspende

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Blutspenden von genesenen Covid-19-Patienten könnten helfen, wenigstens den Schwerstkranken schnell zu helfen. Die ersten Studien aus Kliniken machen Hoffnung. Doch was das alte Behandlungsrezept wirklich wert ist, muss sich erst zeigen.

Joachim Müller-Jung | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Aufbruchstimmung in den Kliniken? Bild: dpa

Woraus Hoffnung schöpfen in diesen Tagen? Die Infektionstabellen und Sterbestatistiken bieten wenig Tröstliches, im Gegenteil, und die „Exit“-Rufe töten kein einziges Coronavirus. Medikamente also? Die Weltgesundheitsorganisation hat die globale „Solidarity“-Studie mit einigen bekannten antiviralen Substanzen gestartet, die in kleineren Tests in chinesischen Kliniken wenigstens für erste Lichtblicke gesorgt haben. Und der Rest? Bisher heißt es: Zeit gewinnen. Jeder kann helfen, den Flächenbrand klein zu halten. Auf der Stelle mit den Füßen treten, jeder für sich – physisch getrennt und zusammen eins. Die ultimative soziale Bewährungsprobe, alle sind gefordert. Und der Rest soll sein: Warten auf den Impfstoff, irgendwann?

Eine wirksame Arznei, wenn sie denn in ein paar Wochen die Tests als sicher und hilfreich besteht, wäre das erste Löschwasser. Das könnte helfen, die tödliche Spitze in der Sterbekurve zu kappen, jedenfalls bis die Feuerwehr kommt,  die Sars-CoV-2-Impfstoffe. Es gibt aber eben noch einen weiteren Löschzug, von dem sich viele – immer mehr, je schwieriger die Lage – medizinische Ersthilfe versprechen: die passive Immunisierung. Das ist eine Art Spender-Impfstoff. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kündigte an: „Wir starten eine Phase-3-Studie“. New York, derzeit das Epizentrum der Pandemie, werde der erste Staat sein, der die Methode im großen Stil einsetzt.

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