Aufwind für Endzeitanhänger: Religiöse Gemeinschaften nutzen die Coronakrise, um ihre Mitglieder an sich zu binden

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Sekten und Esoteriker gehen unterschiedlich mit Corona um: Einige leugnen dessen Gefährlichkeit, andere scharen ihre Mitglieder enger.

Urs-Peter Zwingli | Luzerner Zeitung

Religiöse Gemeinschaften nutzen die Coronakrise, um ihre Mitglieder enger an sich zu binden. Bild: Reuters (Daegu, 4. März 2020)

«Das Coronavirus ist nicht so gefährlich, wie es dargestellt wird.» Diesen Satz schreibt die Toggenburger Esoterikerin und Buchautorin Christina von Dreien in ihrem aktuellen Newsletter. Dieser trägt den Titel «Corona als Chance». Die 18-jährige von Dreien, die eigentlich Meier heisst, schreibt weiter:

«Diejenigen Menschen, die auf der Erde das Sagen haben (…), haben dieses Virus in die Welt gesetzt, um ihre Pläne zu verwirklichen. (…) Ihr müsst keine Angst vor dem Virus haben.»

Der Religionsexperte Georg O. Schmid kritisiert diese Aussagen: «Christina von Dreien hat in der Schweiz einige tausend Anhänger, welche sie als Vermittlerin höchster Wahrheiten sehen und ihren Worten glauben. Viele dieser Christina-Fans sind schon älter. Von Dreien gefährdet diese Menschen mit der Verharmlosung des Coronavirus.»

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