Liturgiewissenschaftler will österliche Kreuzigungsfete verschieben


Rom hat entschieden: Ostern wird trotz Corona am 12. April gefeiert – aber ohne öffentliche Gottesdienste. Doch der Münsteraner Liturgiker Clemens Leonhard findet: Wichtiger als astronomische Korrektheit ist die gemeinsame Feier.

katholisch.de

Der Münsteraner Liturgiewissenschaftler Clemens Leonhard plädiert für eine Verschiebung des Ostertermins aufgrund der Corona-Pandemie. In einem Beitrag im Internetportal „Feinschwarz.net“ (Montag) schlägt er vor, nach Ende der Krise ein Wochenende im Jahreskreis auszuwählen, an dem dann Priester und Laien Ostern gemeinsam feiern. Im kommenden Jahr könne dann der kalendarisch vorgesehene Ostertermin wieder wahrgenommen werden.

Der Liturgiewissenschaftler kritisiert in seinem Artikel die Vorgaben der vatikanischen Gottesdienstkongregation. Diese hatte am 20. März eine Verschiebung des Ostertermins ausgeschlossen, da Ostern als Herz des liturgischen Jahres nicht verschoben werden könne. Kleriker sollen nach dem Willen Roms die Osterliturgie ohne unmittelbare Beteiligung des Volkes Gottes am regulären Termin feiern, während Laien Ausdrücke der Volksfrömmigkeit wie Kreuzwegsandachten und Prozessionen zu einem späteren Termin nachholen könnten.

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