Theologe sieht in Sterbehilfe-Urteil Selbstbestimmungsrecht gestärkt


Der theologische Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land, Friedemann Pannen, hat das Sterbehilfe-Urteil des Bundesverfassungsgerichts als Stärkung des Selbstbestimmungsrechts von schwer kranken Patienten begrüßt: „Selbstbestimmung und Freiheit sind zentrale Werte der christlichen Botschaft.“ Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bedeute auch, die Art und Weise des Sterbens gestalten zu können.

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Der Ende Februar von dem Gericht gekippte Paragraf 217 des Strafgesetzbuches habe dieses Recht faktisch aber eingeschränkt. Deshalb sei es folgerichtig gewesen, dass die Vorschrift für ungültig erklärt worden sei, sagte Pannen. „Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass das Selbstbestimmungsrecht auch in dieser kritischen Phase am Lebensende verwirklichbar bleibt“.

Nun sei der Gesetzgeber allerdings auch in der Verantwortung, das Gesetz so auszugestalten, dass Missbrauch und Kommerzialisierung ausgeschlossen seien. „Als Kirche und Diakonie sind wir herausgefordert, da unsere Position einzubringen.“

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