Vatikan in Corona-Krise: Papst auf Distanz


Der Vatikan gibt sich in der Corona-Krise noch verschlossener als sonst. Dabei hat er die höchste Infektionsrate der Welt – und der Papst Lungenprobleme. Und was ist mit Benedikt XVI.?

Jörg Seisselberg | tagesschau.de

Die Information kam mit einigen Tagen Verspätung. Sechs Menschen seien im Vatikan mit dem Coronavirus infiziert, teilte Papst-Sprecher Matteo Bruni am Wochenende mit. Zuvor hatten bereits mehrere italienische Medien berichtet, ein Mitarbeiter des vatikanischen Staatsekretariats sei unter anderem betroffen. Er lebt, wie jetzt auch offiziell bestätigt, in der Casa Santa Marta neben dem Petersdom. Dort, wo auch Papst Franziskus schläft und arbeitet. Ein Coronavirus-Fall im erweiterten Umfeld des Papstes – eilig wurde daraufhin ein zweiter Coronavirus-Test bei Franziskus durchgeführt.

Das Ergebnis war zur großen Erleichterung aller im Vatikan negativ. Bereits zuvor hatte der Papst sein tägliches Leben umgestellt, erzählt Buchautor Iacopo Scaramuzzi, einer der besten Vatikan-Kenner: „Er isst nicht mehr mit anderen zusammen in der Casa Santa Marta und hält Distanz. Auch wenn er nach wie vor täglich Personen zu Audienzen empfängt. Diese Audienzen finden gemäß der empfohlenen Distanzregeln statt, um eine Ansteckung zu verhindern.“

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