Tierischer Zahlenverstand im Visier


Mehr, weniger oder gleich viel? Nicht nur der Menschen, auch viele Tiere können zahlenmäßige Unterschiede erfassen. Ein deutscher Neurobiologe resümiert nun den aktuellen Forschungsstand zu diesem interessanten Thema. Er verdeutlicht, wie erstaunlich weit verbreitet ein numerischer Mengenverstand im Tierreich ist, wozu er dienen kann und was über Mechanismen der Wahrnehmung bekannt ist. Er kommt zu dem Fazit, dass mehr gezielte Forschung nötig ist, um die Bedeutung dieser besonderen tierischen Fähigkeit besser zu verstehen.

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Unter anderem haben Krähen ihre Fähigkeiten bei Mengenvergleichen gezeigt. (Bild: Andreas Nieder)

Beim Menschen bildet der angeborene Sinn für Mengenverhältnisse die Grundlage für unsere höheren mathematischen Fähigkeiten. Lange galt dies als ein Alleinstellungsmerkmal der menschlichen Intelligenz. Doch mittlerweile ist klar: Viele Tierarten können zumindest grob zwischen verschieden Objektmengen unterscheiden, wie Andreas Nieder von der Universität Tübingen in seiner Veröffentlichung verdeutlicht. Er hat bereits selbst zum Wissen in diesem Bereich beigetragen – nun hat er dem Thema einen sogenannten Review gewidmet, der das bisherige Wissen verdeutlicht. Dazu erfasste er auch relevante Informationen aus Studien, die nur nebenbei Rückschlüsse auf numerische Fähigkeiten bei Tieren liefern.

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