Pseudowissenschaft Theologie will systemrelevant sein


Während die Institution Kirche ihren Umgang mit der Corona-Krise inzwischen gefunden hat, sucht die Theologie als wissenschaftliche Disziplin ihre Rolle noch, kommentiert Joachim Valentin. Dabei sieht er in der Krise durchaus Chancen für das Fach.

Joachim Valentin | katholisch.de

Was Kirche in der Corona-Krise kann und soll, darüber wird nicht nur an dieser Stelle konstruktiv nachgedacht. Nach etwas Anlaufzeit haben kirchliche Institutionen und Pfarreien doch erstaunlich schnell zu einer veränderten Handlungsfähigkeit gefunden und fast vergessene Tele- und halb entwickelte Digitalangebote nicht ohne Erfolg ins Schaufenster gestellt.

Und die Theologie? Steht neben der reflexiven Begleitung der benannten Angebote vor einer Vielzahl von Aufgaben angesichts rasanter gesellschaftlicher, medialer und sozialer Umbrüche, die entweder schon begonnen haben oder doch absehbar sind:

  • Wie hält man es etwa mit der Kierkegaardschen Unterscheidung zwischen Angst und Furcht, wenn ein furchtfreies Leben unter dem schlimmstenfalls tödlichen Regiment von Göttin Corona überhaupt nicht mehr möglich ist?
  • Sind wir mit der Philosophin Svenja Flaßpöhler schon am Ende unseres Lateins? Kurz vor Ostern schreibt sie: „an die Stelle des Besorgens muss jetzt die Sorge um das eigene Dasein treten. Und diese Sorge spüren wir in Momenten existentieller Ausgesetztheit an ein Nichts. Uns wird […] unsere Vergänglichkeit bewusst.“

weiterlesen