Treffen von evangelikaler Gemeinde beschleunigte Corona-Ausbreitung in Frankreich – Elsass mit über 1000 Todesfällen in größter Not


Überlastete Intensivstationen und mehr als 1000 Todesfälle – die ostfranzösische Region Grand Est wird von der Coronavirus-Krise besonders hart getroffen. Seit mehr als einer Woche werden schwerkranke Covid-19-Patienten aus der Region auch in Pforzheim behandelt.

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Mülhausen (Mulhouse) im Süd-Elsass gilt als Epizentrum der Pandemie in Ostfrankreich. Im Februar hatten sich in der Stadt mit rund 110.000 Einwohnern bei einer Veranstaltung der evangelikalen Kirche «Portes Ouvertes Chrétiennes» zahlreiche Gläubige angesteckt.

Die Gemeinde fürchtet nun, dass ihre Anhänger stigmatisiert werden. Es gebe gewalttätige Drohungen gegen die evangelikale Gemeinde, berichtete Pastor Samuel Peterschmitt in einer Videobotschaft Ende März. «Die Unwahrheiten, die im Umlauf sind, gefährden uns. Wir werden stigmatisiert, während wir Opfer sind», sagte Peterschmitt, der ebenfalls positiv auf das Virus getestet und im Krankenhaus behandelt worden war. Die Gemeinde im Elsass habe sich nach dem Treffen zu einem der Coronavirus-Cluster in Frankreich entwickelt – sie sei aber nicht der Ursprung des Virus, betont Peterschmitt. Auch in der Gemeinde gebe es mehrere Todesfälle in Folge des Virus.

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