Unerlässlich in der Virus-Krise. Und wirtschaftlich in Gefahr – Güterzugverkehr


In Corona-Zeiten ist der Güterverkehr auf der Schiene besonders wichtig. Doch die Not vieler Unternehmen ist auch hier groß. Zudem rächen sich jetzt Versäumnisse der vergangenen Jahre – etwa dass bei der Deutschen Bahn zuletzt verstärkt auf Lkw gesetzt wurde.

Matthias Kamann | WELT

Wer jetzt noch Klopapier ergattert, verdankt das auch der Eisenbahn. Große Mengen an Zellstoff, Hauptbestandteil vieler Hygieneprodukte, werden derzeit mit Güterzügen transportiert. Nudeln aus Italien sind genauso auf die Schiene verlagert worden wie Grundstoffe für Desinfektionsmittel.

Diese Transporte funktionieren weitgehend reibungslos. Anders als beim Lkw-Verkehr, der in der Corona-Krise an vielen europäischen Grenzen ins Stocken gerät und dessen Fahrer innerhalb Deutschlands oft lange nach sauberen Duschen suchen müssen, gibt es für den Schienengüterverkehr kaum Behinderungen: Die Grenzen sind für Güterzüge geöffnet, und wegen der Einschränkungen im Personenverkehr sind die Fahrwege meist frei. Dennoch setzt die Pandemie auch dem Schienengüterverkehr enorm zu.

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