Ältester Homo erectus entdeckt


Spektakulärer Fund: In einer Höhle in Südafrika haben Forscher den Schädel eines rund zwei Millionen Jahre alten Homo erectus entdeckt – er stammt von einem Kind dieses Menschenvorfahren. Das Fossil ist damit der mit Abstand älteste Beleg für diese Frühmenschenart weltweit, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Der Fund wirft ein neues Licht auf die frühe Verbreitung des Homo erectus und belegt, dass dieser nicht allein in dieser Gegend lebte.

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Dieser in Südafrika entdeckte Schädel stammt von einem Homo-erectus-Kind und ist bereits zwei Millionen Jahre alt. © Andy Herries, Jesse Martin und Renaud Joannes-Boyau

Der Homo erectus war einer unserer erfolgreichsten Vorfahren, denn mit ihm breitete sich der Mensch erstmals über weite Teile Eurasiens aus. Zudem war Homo erectus wahrscheinlich der erste Frühmensch, das Feuer nutzte und Faustkeile der Acheuléen-Kultur herstellte. Sogar Kunst könnte dieser Menschenvorfahr schon erschaffen haben. Doch wo und wann der erste Homo erectus entstand, ist unklar. Die bislang ältesten Funde sind ein 1,63 Millionen Jahre alter Schädel aus Kenia und ein 1,8 Millionen Jahre altes Fossil aus Dmanisi in Georgien – was Anthropologen in Erklärungsnöte brachte.

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