In der AfD hofft jedes Lager, dass „die anderen“ gehen


Parteichef Jörg Meuthen denkt über eine Aufspaltung der AfD in zwei Parteien nach. Viel Zustimmung wird er dafür nicht ernten. Die meisten wissen, dass sie nur zusammen an Mandate und Staatsgelder kommen.

Matthias Kamann | WELT

Das ist naheliegend: Weil sich derzeit ja alle zurückziehen müssen und die AfD in der Corona-Krise weder nennenswerte Beiträge leistet noch auf größere Nachfrage stößt, hat sich die Partei in den Keller verabschiedet, um interne Kämpfe auszutragen.

Die liefen bisher so ab, dass zunächst der rechtsextreme Flügel um Björn Höcke auf Druck der Parteispitze und mit dem Ziel der Verwirrung des Verfassungsschutzes die Auflösung seiner Strukturen und die Beibehaltung seiner Gesinnungen ankündigte.

Daraufhin verlangten viele Parteimitglieder in Schreiben an den Bundesvorstand, die Flügel-Sümpfe nun aber wirklich auszutrocknen. Diesen Forderungen jedoch setzten die dem Flügel wohlgesonnenen Fraktionschefs Alexander Gauland und Alice Weidel sowie der Parteivorsitzende Tino Chrupalla einen Aufruf zur „Einheit“ und zur Beendigung der Streitereien entgegen.

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