Coronavirus-„Hotspots“: Israel riegelt streng religiöse Gegenden ab


Bnei Brak, die größte von streng religiösen Juden bewohnte Stadt Israels, ist praktisch eine Sperrzone. Im ganzen Land sind ultra-orthodoxe Gemeinden sogenannte „Corona-Hotspots“.

Tim Aßmann | tagesschau.de

Der israelische Grenzschutz blockiert eine Straße in Bnei Brak. | Bildquelle: ABIR SULTAN/EPA-EFE/Shutterstock

Ein Polizeiwagen fährt durch die Straßen von Bnei Brak. Per Lautsprecher werden die Einwohner aufgerufen, die Anordnungen der Behörden einzuhalten, zu Hause zu bleiben, die Wohnungen nur für Einkäufe und Arztbesuche zu verlassen. Aus ihrer Stadt heraus können die rund 200.000 Bewohner von Bnei Brak sowieso nicht mehr.

Die größte von streng-religiösen Juden bewohnte Stadt Israels ist abgeriegelt und zur Sperrzone erklärt. Dutzende von Checkpoints wurden errichtet. 1000 Polizisten, unterstützt von der Armee, sind im Einsatz, patrouillieren unter Anderem in den Straßen. Drohnen überwachen Bnei Brak aus der Luft. Anders als noch in den vergangenen Wochen, halte sich die ultraorthodoxe Bevölkerung nun überwiegend an die Anti-Corona-Auflagen, sagt der zuständige Polizeioffizier Shlomi Sagi.

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