Die Sterberate steigt, aber die Eindämmung funktioniert


Immer mehr Deutsche werden an Covid-19 sterben, sagt RKI-Präsident Wieler. Dafür steckt jeder Infizierte im Mittel nur noch eine andere Person an. Sinkt dieser Wert weiter, wäre die Epidemie nicht nur verlangsamt, sondern eingedämmt – vorerst.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Freitag mit 79.696 angegeben – ein Plus von 6174 seit dem Vortag. Das entspricht einer Infektionsrate von 96 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die in den Vereinigten Staaten ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 84.794 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 1017 Todesfälle (145 mehr als am Vortag), die JHU 1107 Tote. Insgesamt geht das RKI von fast 24.000 Menschen aus, die bereits wieder genesen sind. (Warum die Zahlen von Johns Hopkins Institut und RKI auseinander gehen, können Sie hier nachlesen.)

„Wir stehen immer noch am Anfang der Epidemie und dürfen nicht nachlassen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Es bleibe das oberste Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und einzudämmen. Dazu müssten Infizierte weiter frühzeitig erkannt und isoliert sowie deren Kontaktpersonen ermittelt werden. Die Kontaktverbote und weiteren Einschränkungen wirken offenbar.

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