Kirchen kritisieren Karfreitags-Ladenöffnung


Die baden-württembergische Landesregierung hat entschieden, dass Supermärkte am Karfreitag und Ostermontag geöffnet haben dürfen. Kirchen und Gewerkschaften laufen dagegen Sturm.

Leonie Mielke | evangelisch.de

Die erlaubte Öffnung von Läden am Karfreitag und Ostermontag sorgt für Empörung: Die beiden evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg bezeichnen die Entscheidung der Landesregierung als nicht akzeptabel. Die Gewerkschaft Verdi Baden-Württemberg und der Bezirk Baden-Württemberg des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) kritisieren den Entschluss als „völlig überflüssig“ und „skandalös“. Sowohl die Kirchen als auch die Gewerkschaften forderten am Freitag die Landesregierung auf, die Ladenöffnungsmöglichkeiten umgehend zurückzunehmen.

Die württembergische und badische Landeskirche sehen vor allem die Öffnung am Karfreitag, den mit Ostern zusammen höchsten evangelischen Feiertag, kritisch. „Es ist unvorstellbar, dass die Menschen an diesem Tag einkaufen gehen, aber nicht in den Gottesdienst dürfen“, teilten der württembergische Bischof Frank Otfried July und der badische Bischof Jochen Cornelius-Bundschuh mit.

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