Woher die Johns-Hopkins-Zahlen stammen


Mit der Corona-Krise wurde die Johns-Hopkins-Universität berühmt – als häufig zitierter Datenlieferant. ZAPP-Recherchen zeigen, dass die deutschen Zahlen offenbar von drei Onlinemedien stammen, stimmig sind, aber Fragen aufwerfen.

J. Becker, R. Hollstein, M. Milatz | tagesschau.de

Johns Hopkins University in Baltimore | Bildquelle: AFP

Die Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bilden seit mehreren Wochen einen der Grundpfeiler der deutschen Berichterstattung in der Pandemie. Auch die 20-Uhr-Ausgabe der tagesschau verwendet diese Zahlen.

Die dabei stets genannte Quellenangabe Johns-Hopkins-Universität greift allerdings zu kurz. Denn die Daten, die die Universität in einem sogenannten Dashboard laut eigenen Angaben für 180 Länder in Echtzeit publiziert, stammen aus Hunderten Einzelquellen und laufen bei der Privatuniversität aus Baltimore lediglich zusammen. Gleicht man die Daten mit denen der offiziellen deutschen Meldestelle, dem Robert Koch-Institut ab, liegen die Zahlen der US-Universität teils um mehrere Tausend Neuinfektionen höher.

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