Neue Missbrauchsvorwürfe in Bayern: Kirche nur schwer erziehbar


Prostitution im katholischen Jugendheim? Ein Gerichtsprozess hat Vorwürfe gegen ein früheres Erziehungsheim bei München ans Tageslicht gebracht.

taz

Das ehemalige katholische Piusheim. Hier soll massiver sexueller Missbrauch stattgefunden haben Foto: dpa
Das ehemalige katholische Piusheim. Hier soll massiver sexueller Missbrauch stattgefunden haben Foto: dpa

Massiver sexueller Missbrauch, Gewalt, Prostitution: Schwere Vorwürfe rücken ein ehemaliges katholisches Heim für schwer erziehbare Jungen ins Visier der Justiz – und bringen die Kirche und ihre Aufklärungsarbeit einmal mehr unter Druck. Die Staatsanwaltschaft München II hat Vorermittlungen eingeleitet gegen einen früheren Erzieher des ehemaligen Jugenddorfes Piusheim in Baiern in der Nähe von München und einen damals angehenden Priester.

Hintergrund der Ermittlungen sind Vorwürfe massiven sexuellen Missbrauchs, die im Rahmen eines Prozesses vor dem Landgericht München II bekannt wurdeKinder aus „schwierigen Verhältnissen“n. Ein 56 Jahre alter Mann, der selbst wegen schweren Missbrauchs an kleinen Kindern angeklagt ist, hatte vor Gericht angegeben, in seiner Kindheit und Jugend unter anderem im Piusheim von mehreren Männern missbraucht worden zu sein.

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