Wenn das Coronavirus in den USA Rassismus schürt


Amerikaner asiatischer Herkunft werden immer häufiger Opfer von Alltagsrassismus. und US-Präsident Trump ist mit schuld daran

Frank Herrmann | DERSTANDARD

Amerikanerinnen asiatischer Abstammung bei einer Demo in Boston: „Meine Herkunft ist kein Virus“ und „Zeit für Fakten – nicht Angst“. Foto: AP Photo / Steven Senne

Es ist eine Geschichte aus einem Supermarkt in Kalifornien – erzählt von einer Amerikanerin asiatischer Abstammung, die ihren Namen lieber für sich behält. Sie habe andere Kunden gebeten, sich in der Warteschlange an der Kasse doch bitte an die Abstandsregeln zu halten, schreibt die Frau. Kaum habe sie es gesagt, sei sie angepöbelt worden: „Ihr Chinesen bringt uns das Virus, und dann traut ihr euch noch, den Leuten zu sagen, dass sie Abstand halten sollen?“

Andere berichten von deprimierenden Erfahrungen mit Fahrdiensten wie Uber oder Lyft. In einem Fall lehnten es zwei Uber-Chauffeure in Folge ab, einen Mann mit ostasiatischen Gesichtszügen einsteigen zu lassen. „Der eine hielt, schaute mich an und raste davon. Der Nächste fuhr langsam heran, warf mir einen Blick zu, schüttelte den Kopf und ließ mich stehen.“Oder die Feindseligkeit an einer Bushaltestelle. „Jemand schrie, ich solle gefälligst eine Schutzmaske tragen, weil ich aus Asien käme. Als ich dann im Bus saß, starrte mich eine Frau die ganze Zeit an, während sie einen Rosenkranz in den Händen hielt.“

Und dann wäre da noch der Passant, der aus einem vorbeifahrenden Auto mit einer Flasche beworfen wurde.

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