Donald Trump und seine Nachahmer: Populisten versagen in der Krise


Donald Trump, Boris Johnson, Jair Bolsonaro – in Zeiten von Corona offenbaren die angeblich so starken Männer ihre Schwächen.

Daniel Dillmann | Frankfurter Rundschau

Donald Trump fühlt sich sichtlich unwohl. Diese Coronavirus-Krise ist nicht seine. Er muss auf seine Wahlkampfveranstaltungen verzichten, für die er quer durchs ganze Land gereist war und bei denen ihn immer eine johlende Menge überzeugter Anhängerinnen und Anhänger erwartet hatte. Die Pressebriefings, die er zunächst an seinen Vize Mike Pence delegiert und dann in einem Anfall von altgewohnter Eitelkeit wieder an sich gerissen hatte, können die Kundgebungen nicht ersetzen.

Um zurück in die Komfort-Zone zu gelangen, inszeniert sich Trump nun als „Kriegspräsident“, der eine Schlacht schlägt, wie sie noch kein US-Präsident vor ihm geschlagen hat. Sicher ist die Situation, in die das Coronavirus die ganze Welt manövriert hat, einzigartig. Weltweite Pandemien gab es zwar schon in der Vergangenheit – die letzte dieser Art, die Spanische Grippe, ist gerade einmal 100 Jahre her.

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