Gibt es emotionale Mimik bei Mäusen?


Es steht uns ins Gesicht geschrieben: Ob wir Freude, oder aber negative Emotionen wie Ekel oder Angst empfinden, zeigt sich an charakteristischen Merkmalen unserer Mimik. Deutsche Forscher sind nun der Frage nachgegangen, ob man auch Mäusen ansehen kann, was sie gerade empfinden. Sie konnten bestätigen: Auch die Nager zeigen einen jeweils typischen Gesichtsausdruck bei bestimmten Emotionen. Diese Erkenntnis lässt sich nun auch für die Erforschung der neuronalen Grundlagen von Emotionen beim Menschen nutzen, sagen die Wissenschaftler.

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Freude, Angst oder Schmerz spiegeln sich im Mäusegesicht wider. (Bild: Max-Planck-Institut für Neurobiologie / Kuhl)

„Igitt!“, oder „lecker!“, „Hurra!“, oder „so ein Pech!“… Was einem Mitmenschen gerade durch den Kopf geht, macht sich visuell bemerkbar, denn die Grundzüge der emotionalen Gesichtsausdrücke sind bei allen Menschen gleich. Ekeln wir uns beispielsweise vor etwas, rümpfen wir die Nase, verziehen die Oberlippe asymmetrisch und machen die Augen schmal. Dabei handelt es sich um angeborene Reaktionen, denn schon bei Babys lassen sich die typischen emotionalen Gesichtsausdrücke des Menschen nachweisen. Dazu passend entwickeln wir auch einen Blick für diese Zeichen, der es uns ermöglicht, in den Gesichtern unserer Mitmenschen zu lesen.

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