Jurist warnt vor ‚Untergrund-Gottesdiensten‘


Bonner Staatsrechtlers Hillgruber warnt, dass ein völliges Verbot religiöser Treffen seiner Ansicht nach mehr Gefahren als Nutzen für eine Corona-Prävention berge und plädiert für Messen mit eng begrenzter Teilnehmerzahl

kath.net

Der Bonner Staatsrechtler Christian Hillgruber warnt laut einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ in einem KNA-Interview, dass ein völliges Verbot religiöser Treffen seiner Ansicht nach mehr Gefahren als Nutzen für eine Corona-Prävention berge. Für Hillberger sei nicht auszuschließen, dass dadurch unkontrollierte „Untergrund-Gottesdienste“ oder „Hinterhofmoscheen“ entstünden, weil Gläubige bei Totalverboten Ausweichstrategien verfolgen. Man müsse hier den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahren und noch hinreichenden Raum für die Entfaltung der Religionsfreiheit belassen. Daher dürfe es nicht zu einer flächendeckenden Untersagung der Religionsausübung in Gemeinschaft auf unbestimmte Zeit kommen. Der Staatsrechtler plädiert daher für Lösungen wie die Erhöhung der Anzahl der Messen mit eng begrenzter Teilnehmerzahl und entsprechendem Sicherheitsabstand.