Erdogan bittet um Spenden für den Staat


In reinen Zahlen betrachtet ist die Türkei von Corona noch weniger betroffen als andere Länder. Doch die Wirtschaft hat ohnehin schon Probleme, die Regierung auch. Präsident Erdogan bittet daher um Spenden.

Christian Buttkereit | tagesschau.de

Schon vor dem ersten offiziell registrierten Corona-Fall in der Türkei am 11. März befand sich das Land in einer Wirtschaftskrise. Eine Möbelfabrikantin aus Zentralanatolien, die ihren Namen lieber nicht nennen möchte, erzählt, dass sie bisher ganz passabel über die Runden gekommen sei, weil sie einen großen Teil der Produktion nach Europa exportierte. Bis Corona kam.

Seitdem wurden die meisten Aufträge auf die lange Bank geschoben, im Moment herrscht Kurzarbeit in der Fabrik. Es wird nur an zwei Tagen pro Woche gearbeitet. Maximal drei Monate könne sie das durchhalten, sagt die Unternehmerin. „Wir sind ein mittelständischer Betrieb mit 47 Mitarbeitern. Wenn wir jetzt keine Einnahmen haben, wird es schwierig“, sagt sie.

Millionen Türken arbeiten im Tourismus

Die großen Autofabriken internationaler Marken in der Türkei haben die Bänder ganz angehalten. Schlimm sieht es auch im Tourismus aus. Eigentlich würde die Saison Ostern beginnen. Doch schon allein, weil alle internationalen und Inlandsflüge eingestellt wurden, kann niemand kommen.

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