Missbrauch in Piusheim – Erzbistum will mit Staatsanwalt kooperieren


Die Vorwürfe wiegen schwer: Massive sexuelle Übergiffe auf Jungen sowie der Zwang zur Prostitution sollen sich im katholischen Piusheim ereignet haben. Gegen einen Priester und Erzieher wird ermittelt. Nun meldete sich das Münchner Erzbistum zu Wort.

katholisch.de

Die Erzdiözese München und Freising will in Bezug auf die Missbrauchsvorwürfe rund um das einstige katholische Piusheim mit der Staatsanwaltschaft München „vollumfassend kooperieren“. Wie ein Sprecher des Erzbistums am Montagabend der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte, sollen alle Unterlagen, soweit sie in der Sache vorlägen, zur Verfügung gestellt werden.

In der einstigen Einrichtung für schwer erziehbare Jungen in Baiern (Landkreis Ebersberg) soll es einem Medienbericht vom Wochenende zufolge massive sexuelle Übergriffe gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft hat demzufolge Vorermittlungen gegen einen früheren Erzieher und einen damals angehenden Priester eingeleitet. Auslöser war die Aussage eines Mannes, der selbst wegen schweren Missbrauchs angeklagt ist. Der heute 56-Jährige hatte vor Gericht angegeben, in seiner Kindheit und Jugend unter anderem im Piusheim von mehreren Männern missbraucht worden zu sein. Zudem steht der Vorwurf im Raum, Jungen aus dem Heim seien zur Prostitution gezwungen worden.

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