90 Jahre altes Physik-Postulat nachgewiesen


Streifenmuster im Kristall: Vor 90 Jahren postulierte der Physiker Hans Bethe, dass bestimmte Kristalle bei Anregung komplexe, streifenförmige Magnetmuster zeigen. Jetzt ist es Forschern gelungen, diese „Bethe-Strings“ erstmals experimentell nachzuweisen. Die mithilfe von Neutronenstrahlen nachgewiesenen Zustände bestätigen Bethes Vorhersagen und auch wichtige Grundlagen der Quantenphysik, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

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Normalerweise stehen die entgegen dem äußeren Magnetfeld ausgerichteten Magnetspins nie direkt nebeneinander. Doch in den vor 90 Jahren postulierten Bethe-Strings bilden sie Ketten (weiß). © HZB

Die meisten Festkörper um uns herum sind Kristalle – komplexe, regelmäßige Anordnungen von Atomen oder Molekülen. Je nach Art dieser Gitter und ihrer Bindungen können in solchen Materialien eine Vielzahl von exotischen Interaktionen, Quasiteilchen und sogar ganz neue Materiezustände auftreten. Physiker sprechen wegen der Komplexität und der zahlreichen an diesen Zuständen beteiligten Teilchen auch von Vielkörper-Interaktionen.

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