Deutsche Apostel: Triage in Corona-Krise als letztes Mittel zulässig – bigott


Wer bekommt bei einer möglichen Überforderung des Gesundheitssystems im Zuge der Corona-Pandemie ein Beatmungsgerät und wer nicht? In der Debatte um die sogenante Triage hat sich nun auch die Deutsche Bischofskonferenz zu Wort gemeldet.

katholisch.de

In der Debatte um mögliche medizinethische Entscheidungskonflikte im Zuge der Corona-Pandemie hat sich am Mittwoch auch die Deutsche Bischofskonferenz zu Wort gemeldet. In einer in Bonn veröffentlichten Argumentationsskizze (siehe Linktipp) setzt sich das Sekretariat der Konferenz ausführlich mit der sogenannten „Triage“ auseinander und betont, dass dieses Verfahren im Fall einer unüberbrückbaren Kluft zwischen medizinischen Ressourcen einerseits und dem Behandlungsbedarf in Folge einer Überlastung des Gesundheitssystems andererseits als letztes Mittel „zulässig, gerechtfertigt und sogar geboten“ sei.

Bei der ursprünglich in Kriegen angewendeten Triage – französisch für „Sichtung, Sortierung, Auswahl“ – geht es darum, behandlungsbedürftige Patienten bei einer hohen Auslastung etwa von Notaufnahmen und Krankenhäusern nach Dringlichkeit zu sortieren, um die begrenzten medizinischen Ressourcen nicht zu überfordern. Das Verfahren ist umstritten, weil der Grundsatz der Gleichbehandlung aller Patienten dabei zeitweise außer Kraft gesetzt wird.

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