„Verrotte in der Hölle, Pell“: Kathedrale nach Freispruch beschmiert


Der Freispruch des australischen Kardinals im Missbrauchsprozess erhitzt die Gemüter: Nun wurde eine ehemalige Wirkungsstätte George Pells mit Graffiti-Schmähungen besprüht. Der jetzige Oberhirte zeigt sich „nicht völlig überrascht“.

katholisch.de

Die Patrickskathedrale im australischen Melbourne ist nach dem Freispruch George Pells Opfer von Vandalismus geworden. Unter anderem seien umgedrehte Kreuze sowie die Aufforderung, Pell solle „in der Hölle verrotten“ an das Gebäude gesprüht worden, berichtet der US-Pressedienst CNA am Donnerstag. Pell stand dem Erzbistum Melbourne von 1996 bis 2001 vor.

Der jetzige Oberhirte Peter Comersoli zeigte sich im australischen Radio zwar verärgert, aber „nicht völlig überrascht“. Es gebe bei diesem Thema „nach wie vor so starke Emotionen“, sagte er. Unter anderem waren auch Worte wie „Kinderschänder“ oder „Keine Gerechtigkeit“ an die Kirche gesprüht worden. Die Diözese will die Sicherheit um das Gotteshaus nun vorübergehend erhöhen. Zudem hatten Unbekannte ein Dreirad an den Zaun des Klosters gebunden, in das sich Pell nach seinem Freispruch zurückgezogen hatte – wohl als Anspielung auf die ihm vorgeworfenen Vergehen an Minderjährigen.

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