Wirre Corona-Politik: Bolsonaro verliert an Macht


Mit seiner Ablehnung von Beschränkungen in der Corona-Krise steht Brasiliens Präsident Bolsonaro zunehmend alleine da – auch in der eigenen Regierung. Eine ungeahnte Allianz bescherte ihm jetzt eine empfindliche Niederlage.

Ivo Marusczyk | tagesschau.de

Jair Bolsonaro | Bildquelle: REUTERS

Am Wochenende geisterten sogar schon Putsch-Gerüchte durch Südamerika: Jair Bolsonaro sei nur noch eine Art Marionette, die Fäden ziehe mittlerweile das Militär. Das war falsch und völlig übertrieben. Doch der wahre Kern der Geschichte ist: Durch seine wirre Corona-Politik verliert Brasiliens Präsident Macht.

„Vergesst nicht, dass ich der Präsident bin“, betonte er vergangene Woche an seine Gegner gerichtet. Doch selbst in der eigenen Regierung ist zuletzt ein Machtkampf ausgebrochen, bei dem der Präsident den Kürzeren gezogen hat.

Es ging um Gesundheitsminister Luiz Mandetta. Der hatte sich für Ausgangssperren und Schließungen von Geschäften eingesetzt – im deutlichen Widerspruch zu Bolsonaros Linie, die immer noch lautet „Brasilien darf nicht stillstehen“. So der Titel einer Kampagne, die letztlich gerichtlich verboten wurde.

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