„Alan Kurdi“ mit 150 Flüchtlingen an Bord beklagt Versorgungsengpass

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Die Corona-Krise lähmt die Seenotrettung im Mittelmeer. Während die „Alan Kurdi“ auf eine Lösung für 150 Gerettete wartet, sorgt ein Appell des Bundesinnenministeriums für Empörung.

evangelisch.de

Das deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit 150 Flüchtlingen an Bord im Mittelmeer ist dringend auf der Suche nach einem sicheren Hafen. Noch nie seien so viele Gerettete an Bord gewesen, sagte Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag. Dieser Zustand sei untragbar. Die beengten Verhältnisse auf dem Schiff könnten schnell zu kleineren Konflikten führen. Das Schiff wird von der Regensburger Organisation Sea-Eye betrieben.

Die Seenotrettungsorganisationen kritisieren einen Aufruf des Bundesinnenministeriums, die Rettung wegen der Corona-Pandemie einzustellen. „Das Innenministerium überschreitet absolut seine Kompetenzen“, sagte der Sprecher von Sea-Watch, Ruben Neugebauer dem epd. Der Brief des Ministeriums komme eine Aufforderung gleich, Menschen ertrinken zu lassen. „Durch die Corona-Krise verschwinden die anderen Krisen nicht.“ Die Not der Geflohenen bleibe genauso bestehen wie die völkerrechtlich verankerte Verantwortung, ihnen zu helfen.

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