Universität Frankfurt: Islam-Studenten meist weiblich


Eine Umfrage an der Universität Frankfurt zeigt, dass vor allem Frauen Islamische Theologie oder Religionspädagogik studieren. Derzeit fehlt es aber vielen Studierenden an Vorbildern und Mentoren.

Sascha Zoske | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Zugehörigkeitsgefühl: Viele der Studierenden fühlen sich stark mit dem Islam verbunden (Symbolbild). Bild: dpa

Zum Uni-Fach Islamische Theologie fühlen sich vor allem Frauen hingezogen: 80 Prozent der Studenten sind weiblich, wie eine Umfrage im Auftrag der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft an der Universität Frankfurt zeigt. Fast drei Viertel aller Studierenden stammen aus einem nichtakademischen Elternhaus. Für knapp 80 Prozent ist Deutsch nicht Muttersprache, und mehr als 90 Prozent fühlen sich dem Islam sehr stark oder stark zugehörig. Viele geben an, sie wollten sich aktiv in die Gesellschaft einbringen – nicht nur als Imam oder Religionslehrer, auch in anderen Funktionen.

Der Umfrage zufolge haben sich viele der Theologiestudenten während ihrer Schulzeit als Muslime diskriminiert gefühlt. Daraus resultiert nach Ansicht der Akademie oft der Wunsch, die Gesellschaft zu verändern. Im Studium müsse deshalb mehr auf die biographischen Erfahrungen eingegangen werden. Außerdem müsse man den Absolventen zusätzliche Berufsperspektiven aufzeigen; vielen fehle es an Vorbildern und Mentoren. Derzeit sind in Deutschland knapp 2500 Studenten für Islamische Theologie oder Religionspädagogik

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