Experten sehen „Ruhe vor dem Sturm“ bei häuslicher Gewalt: „In vielen Familien wird ein Knacks bleiben“


Noch sind die Zahlen von häuslicher Gewalt nicht gestiegen, sagen die zuständigen Stellen. Viele Experten glauben aber, dass sich in zahlreichen Familien auf engem Raum etwas zusammenbrauen könnte.

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Kein Zoobesuch, kein Schwimmbad, kein Ausflug in die Berge – schon das ist bei schönem Wetter schlimm genug. Wenn aber noch existenzielle Probleme dazukommen, die Eltern in Kurzarbeit sind oder um den eigenen Betrieb bangen, kann sich der Stress auch in häuslicher Gewalt entladen. Davor warnen in Zeiten der Corona-Ausgangsbeschränkungen viele Experten.

„Manchmal bekommen wir dramatische Anfragen“, berichtet Elisabeth Rümenapf, die die Erziehungsberatungsstelle bei der Stadtmission Nürnberg leitet. Wenn es etwa um das Besuchsrecht bei geschiedenen Ehepaaren geht, komme man als Beraterin in einer Telefonkonferenz auch an die Grenzen, berichtet sie. Dass sie momentan weniger Hilfegesuche als sonst verzeichne, liege aber wohl daran, dass die Familien noch mit sich selbst beschäftigt seien, sagt Rümenapf.

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