Verwirrung in der Türkei: Ausgangssperre fast ohne Vorwarnung


In 31 Städten hat die türkische Regierung Ausgangssperren verhängt – am späten Abend und mit nur zwei Stunden Vorwarnung. Der für viele extrem überraschende Schritt sorgt für viel Kritik.

Oliver Mayer-Rüth | tagesschau.de

Gegen 22.00 Uhr Ortszeit gibt es erste Meldungen im Fernsehen. Die türkische Regierung erlasse eine Ausgangssperre ab 24.00 Uhr für 48 Stunden, heißt es in den Nachrichten. Diese soll für 31 Kommunen beziehungsweise Provinzen des Landes gelten. Kurze Zeit später bilden sich in Istanbul und weiteren betroffenen Städten Schlangen vor kleinen Supermärkten oder Spirituosengeschäften. Die meisten Kunden halten beim Warten Abstand. Viele Wartenden tragen Masken.

In den sozialen Medien werden aber auch Videos von Menschentrauben gezeigt. Dutzende stehen sehr eng zusammen. In Kommentaren auf dem Kurznachrichtendienst Twitter fragen sich Türkinnen und Türken, ob die aufgrund der kurzfristigen Entscheidung entstandenen Ansammlungen nicht eher die Verbreitung des Coronavirus beförderten.

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