Waldbrände bei Tschernobyl weiter nicht unter Kontrolle


Seit einer Woche brennen die Wälder rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl. Umweltschützer befürchten, dass Radioaktivität freigesetzt werden könnte

DERSTANDARD

2.400 Hektar Wald brennen in der Ukraine. Foto: APA/AFP/VOLODYMYR SHUVAYEV

Vor einer Woche, am vergangenen Samstag, sind in den Wäldern rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine Brände ausgebrochen. Bis heute konnte sie die Feuerwehr nicht unter Kontrolle bringen. Mit Unterstützung von Flugzeugen und Hubschraubern kämpften am Samstag mehr als 300 Einsatzkräfte gegen die Flammen, wie der Katastrophenschutz mitteilte.

Die Grenzwerte für radioaktive Strahlung seien in den angrenzenden besiedelten Gebieten nicht überschritten worden, versicherte die Zonenverwaltung. Zum aktuellen Ausmaß der Brände machten die Behörden keine Angaben. Sie verwiesen am Samstag lediglich auf Satellitenbilder vom vergangenen Sonntag, wonach ein Gebiet von etwa 2.400 Hektar innerhalb des Sperrgebiets in Flammen gestanden sei. Umweltschützer befürchten, dass Radioaktivität freigesetzt werden könnte. Der Rauch zog auch am Wochenende bis in die etwa 100 Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew.

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