Leere Städte zu Corona-Zeiten: Die Wildtiere sind los


In zahlreichen Ländern der Welt bleiben die Menschen zuhause – und auf manchen leeren Straßen lassen sich Wildtiere beobachten: In Barcelona etwa spazieren Wildschweine, in Madrid Pfaue und in Santiago sogar ein Puma.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Hielt sich immerhin an die Verkehrsregeln: Im japanischen Nara brach eine Hirschherde aus einem Park aus und spazierte selenruhig durch die Straßen. Bild: AP

Ein junger Puma streift durch Chiles Hauptstadt Santiago, Wildschweine gehen auf den Luxus-Avenues in Barcelona spazieren und Pfaue schlendern seelenruhig durch das Zentrum von Madrid. Die strenge Ausgangssperre wirkt sich in dem von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien allem Anschein nach auf das Verhalten von Tieren aus, die sich sonst nur in den Wäldern, in ländlichen Gebieten oder direkt am Wasser aufhalten. Aber auch in anderen Ländern scheinen Tiere die von den Menschen wegen des Virus zuletzt verlassenen Räume zurückerobern zu wollen.

Im Netz gibt es immer mehr Videos von den „frechen“ Wildtieren. Die Experten glauben in Spanien nicht an Zufall. Sie sind vielmehr davon überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen den Folgen der Pandemie und dem Verhalten der Tiere gibt. Dass die Städte in Spanien seit Inkrafttreten der strikten Ausgangssperre am 15. März zum Teil völlig leer seien, dass die Umwelt deutlich sauberer sei und es auch viel weniger Verkehr gebe, habe „einen Balsameffekt für die Tierwelt“, meint Roberto Hartasánchez von der Stiftung zum Schutz von Wildtieren (Fapas). Ángel Sánchez vom Ehrenamtlichen Verband für die Zählung des Iberischen Wolfs sagte der Zeitung „El País“, es gebe mehrere Berichte, wonach sich auch dieses Raubtier zuletzt verstärkt in bewohnte Gebiete vorgewagt habe.

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