Osterbotschaft des pakistanischen Premierministers in der Kritik: Zu Hause beten


Die Kirchen in Pakistan waren bereits vor dem „Lockdown“ geschlossen. Eine islamische Missionsgesellschaft hatte Aufforderungen der Behörden ignoriert. Der Premier mahnte allerdings die Christen an, zu Hause zu bleiben.

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Die offiziellen Ostergrüße des pakistanischen Premierministers an die Christen in dem mehrheitlich islamischen Land sind auf Kritik gestoßen. In der Grußbotschaft hatte Premierminister Imran Khan die Christen ermahnt, zum Schutz gegen die Verbreitung des Coronavirus zu Hause zu bleiben und Ostern nur in den eigenen vier Wänden zu feiern. Farhatullah Babar, ehemaliger Senator und früherer Pressesprecher des Präsidenten, sagte dem asiatischen katholischen Pressedienst Ucanews am Montag: „Die Christen zu drängen, Ostern zu Hause zu feiern und zu beten, ist richtig. Zu Hause zu beten, sollte aber auch den Muslimen geraten werden.“

Ammar Rashid, Vorsitzender der linksorientierten Awami Arbeiterpartei, klagte, Imran Khan habe nicht ein einziges Mal die Muslime aufgefordert, zu Hause zu beten statt die Moscheen zu besuchen, „obwohl Kleriker sich offen gegen die Anordnungen (von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus) stellen“.

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