Alarmierende Covid-19-Modellrechnungen: Zehn Tage nach Schulöffnung schnellen die Patientenzahlen hoch


Was passiert, wenn verschiedene Maßnahmen in der Coronakrise getroffen oder aufgehoben werden? Ein Modell der TU Berlin simuliert, wie sich dann Covid-19 in der Bevölkerung ausbreitet.

Roland Knauer | DER TAGESSPIEGEL

Eigentlich sind Kai Nagel und seine Mitarbeiter an der Technischen Universität Berlin (TUB) Mobilitätsforscher, die mit Computermodellen den Verkehr des 21. Jahrhunderts simulieren. Ihre Ergebnisse helfen dabei, den Verkehr Berlins oder anderer Regionen zu verbessern und für die Zukunft fit zu machen. Doch jetzt, in der Pandemie, können die Computermodelle der TU-Forscher aufzeigen, wie verschiedene Distanzierungsmaßnahmen – oder ihre Lockerung – die Ausbreitung der Sars-CoV-2-Viren beeinflussen.

So würde nach solchen Modellrechnungen zehn Tage nach Beginn eines Normalbetriebs an den Universitäten, Schulen und Kitas in Berlin die Zahl jener Covid-19-Patienten stark in die Höhe gehen, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen.

Selbst wenn alle anderen bis zum Ende der Osterferien geltenden Maßnahmen vom Verbot von Veranstaltungen über die Verlagerung der Arbeit ins Home-Office bis zur Absage von Reisen und Familienfeiern und dem Schließen vieler Geschäfte weiter befolgt werden, dürften bald danach auch die Kapazitäten der Krankenhäuser massiv überschritten werden.

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