Die Schweiz und Italien streiten um die Landesgrenze im Hochgebirge


Der Rückgang eines Gletschers südlich von Zermatt hat die Landesgrenze um einige Meter verschoben. Eine italienische Schutzhütte liegt nun plötzlich zu zwei Dritteln auf Schweizer Boden. Dies sehen die Italiener allerdings ganz anders.

Marc Zollinger | Neue Zürcher Zeitung

Der Blick vom kleinen Matterhorn in Richtung Snowpark Zermatt (3480m.ü.M.), welcher sich auf dem Theodulgletscher befindet. Aufgenommen am 2. August 2018. Dominic Steinmann / Keystone

Man könnte meinen, Landesgrenzen seien unverrückbar. Tatsächlich aber kann sich ihre Lage verändern. Zwei Drittel der 1935 Kilometer langen Aussengrenze der Schweiz folgen nämlich natürlichen Gegebenheiten, etwa Flüssen. Und diese können sich witterungsbedingt einen neuen Weg bahnen. In der Regel interessiert das aber nur die zuständige Behörde: das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo), das für die Nachführung der Schweizer Landesgrenze verantwortlich ist. Doch nun ist wegen einer solchen natürlichen Grenzverschiebung ein Streit mit Italien entbrannt, über den sogar das «Wall Street Journal» berichtet hat, und zwar unter dem Titel: «Italy’s alpine border melts and leaves a pasta restaurant in Switzerland – maybe».

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