Dodo Müller: „Der Souverän der Kirche ist nicht das Volk, sondern Gott“


Gerhard Ludwig Müller im Interview zu sogenannten Priesterinnen und zur sogenannten Kommunion „für alle“.

Lothar C. Rilinger | kath.net

Dass sich die Kirche in der westlichen Welt seit geraumer Zeit in eine Krise bewegt hat, ist unübersehbar. Deshalb auch wird der Ruf nach Reformen immer lauter. Während die einen die Reformen mit den Mitteln der Politik angehen wollen und sich dadurch selbst als fortschrittlich feiern, wollen andere auf der Grundlage der Schrift und der Tradition die Kirche in eine bessere Zukunft führen. Kardinal Müller argumentiert vom Prinzip her, und das verleiht seinen Argumenten eine Stringenz, die weder im Synodalen Weg, noch in der Amazonas-Synode zu erkennen ist.

Können es die Argumente aus dem mainstream sein, um Reformen anzugehen, fragen wir den Kardinal.

„Der mainstream ist ein Konstrukt, das einfach der Gleichschaltung entspricht“, so antwortet er. „Wie bei den Diktatoren: Das Denken wird kontrolliert. Wer anders dachte, landete in Sibirien oder in Dachau. Insofern ist das mainstreaming der Ausdruck einer angezielten Meinungsdiktatur. Das widerspricht allen Grundsätzen unserer freiheitlichen Demokratie. Demokratie heißt doch, dass jeder Mensch seine begründete Meinung äußern und zur Diskussion stellen darf, dass er auch durch Gegenmeinungen etwas lernen kann.“

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