Selbst Herzinfarkt-Patienten meiden die Notaufnahmen


Wo sonst Hochbetrieb herrscht, ist jetzt sehr viel weniger los – selbst wirklich schwere Fälle kommen teilweise nicht in die Notaufnahmen. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten ist seit einer Woche stabil. Sorgen bereiten weitere Todesfälle in einem Seniorenheim.

WELT

In den Notaufnahmen, hier die Asklepios-Klinik in Hamburg-St. Georg, kommen sehr viel weniger Patienten an. Quelle: picture alliance / dpa

An die Klagen über die Situation in den großen Notaufnahmen Hamburgs hatte man sich schon fast gewöhnt – viele Patienten waren dorthin gekommen, obwohl ein echter Notfall oftmals nicht vorlag. Aber natürlich kamen auch die wirklich schweren Fälle zuweilen direkt zu den Kliniken oder per Rettungswagen, um sich eingehend untersuchen zu lassen. Nun fehlen offenbar beide Gruppen, jedenfalls rief die Hamburger Gesundheitsbehörde am Donnerstag dazu auf, „bei akuten erheblichen Erkrankungen und insbesondere Symptomen von Herzinfarkt und Schlaganfall nicht zu zögern, die 112 anzurufen, um sofort entsprechende ärztliche und medizinische Hilfe zu bekommen“. Vereinzelt hätten die Krankenhäuser berichtet, dass unter anderem auch die Patienten mit einem Schlaganfall oder Herzinfarkt trotz bestehender Symptome fernbleiben und häufig erst verspätet das Krankenhaus erreichen.

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