Aus für Loveparade-Prozess rückt näher: Staats­an­walt­schaft stimmt Ein­stel­lung zu


Die Staatsanwaltschaft hat grünes Licht für die Einstellung des Loveparade-Prozesses gegeben. Das LG Duisburg hatte das vorgeschlagen, weil dem Verfahren die Verjährung droht.

Legal Tribune Online

Bild: Rundschau Duisburg / flickr.com / CC BY-SA 2.0

Den Angehörigen der Todesopfer wird es schwer zu vermitteln sein: Der Loveparade-Prozess wird vermutlich schon sehr bald eingestellt. Die Duisburger Staatsanwaltschaft hat diesem Schritt am Freitag zugestimmt. Dies sei zwar unbefriedigend, aber inzwischen vertretbar, obwohl sich der Tatverdacht gegen die Angeklagten nach vorläufiger Bewertung bestätigt habe, teilte die Behörde in einer ausführlichen Stellungnahme mit.

Das Landgericht (LG) Duisburg hatte die Einstellung vorgeschlagen. Staatsanwaltschaft und Angeklagte müssen zustimmen. Dem Verfahren droht Ende Juli – zehn Jahre nach der Katastrophe – die Verjährung. Nach über 180 Verhandlungstagen zeichnete sich ab, dass wegen der Unterbrechung durch die Coronakrise der Prozessstoff bis dahin nicht zu bewältigen sein wird.

Die Frist zur Stellungnahme für alle Prozessbeteiligten läuft am kommenden Montag ab. Erst danach werde das Gericht über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag auf dpa-Anfrage. Es seien auch noch nicht alle Stellungnahmen eingegangen.

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