Ex-EKD-Chef: „Wehleidiger Ton“ wegen Gottesdienstverbot unangebracht


In Deutschland sollen öffentliche Gottesdienste bis auf Weiteres ausgesetzt bleiben. Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber verteidigt diese Entscheidung und betont: Vorsicht sei kein Zeichen von Kleinglauben.

katholisch.de

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, hält den „wehleidigen Ton“ der Kirchen angesichts des fortdauernden Verbots öffentlicher Gottesdienste für unangebracht. „Es ist mir lieber, wir sind vorsichtig und brauchen uns nicht vorzuhalten, dass eine Infektionsserie von Gottesdiensten ausgeht“, sagte der evangelische Theologe am Donnerstag dem Deutschlandfunk. Vorsicht sei kein Zeichen von Kleinglauben, sondern von verantwortlichem Umgang mit den Mitmenschen.

Es sei gut, wenn die Kirchen bei der Eindämmung der Corona-Pandemie solidarisch mit der Gesellschaft mitgingen, so Huber weiter. Gleichzeitig teile er die Aussage des Bundesverfassungsgerichts, dass die Religionsfreiheit ein besonders geschütztes und hohes Gut sei.

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