Krebsgen könnte Herzen reparieren


Krebsforschung mit „herzlichem“ Ergebnis: Forscher haben das Potenzial eines berüchtigten Krebsgens für die Regeneration von geschädigten Herzen aufgezeigt. Wenn man dieses Gen gezielt im Herz aktiviert, kann es Zellteilungen im Gewebe auslösen und so neue Herzzellen nachwachsen lassen, legen Versuche an Mäusen nahe. Das Ergebnis bietet somit Ansatzpunkte für die Entwicklung regenerativer Behandlungsformen nach Herzinfarkten, sagen die Wissenschaftler.

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Herz einer Maus nach Aktivierung der Regeneration. Die neuen Zellen erscheinen grün. (Bild: Dr. Cathy Wilson, Universität Cambridge)

Sind Herzmuskelzellen einmal abgestorben, wachsen sie nicht mehr nach – diese fehlende Regenerationsfähigkeit unseres Pumporgans wird vor allem nach Infarkten zum Problem: Die Blockade in einem Blutgefäß führt zur Unterversorgung des Gewebes und damit zum Tod vieler Herzzellen. Im Gegensatz zu anderen Organen im Körper kann das erwachsene Herz die verlorenen Kardiomyozyten nicht ersetzen – es bilden sich stattdessen Vernarbungen. Dadurch leiden viele Patienten unter einer verringerten Kraft des Herzens, die im schlimmsten Fall zum Versagen des Pumporgans führen kann. Von dieser sogenannten Herzinsuffizienz sind weltweit Millionen von Menschen betroffen – und es gibt bisher keine Heilungsmöglichkeiten.

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