Rechtsextreme Strömung in der AfD: Partei setzt Kalbitz unter Druck


„Flügel“-Anführer Andreas Kalbitz soll alle politischen Vereinigungen auflisten, in denen er Mitglied war oder zu denen er Kontakt hatte.

Sabine am Orde | taz

Andreas Kalbitz rechtsextreme Biographie ist nicht neu. Jetzt stört sie die AfD Foto: Michael Sohn/AP

Die AfD erhöht den Druck auf Andreas Kalbitz, Landeschef in Brandenburg und einer der beiden Anführer des „Flügels“. Am Freitagnachmittag beschloss der Bundesvorstand der Partei in einer Telefonkonferenz, Kalbitz müsse „eine Liste der politischen Organisationen und Vereinigungen vorlegen, in denen er Mitglied gewesen ist oder zu denen er in Kontakt gestanden hat – mit Angaben von Jahreszahlen und Erklärung der Art der Verbindung“. So steht es im Protokollentwurf der Vorstandssitzung, die der taz vorliegt. Kalbitz selbst ist als Beisitzer Mitglied in dem Gremium.

Insbesondere soll Kalbitz seine Beziehung zur Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ), der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen und dem Witikobund erläuern – allesamt Organisationen aus dem rechtsextremen Spektrum. Der Bundesvorstand fordert zudem einen Bericht über Kalbitz‘ Teilnahme an einer Demonstration der „Patriotischen Allianz“ im Januar 2007 in Athen und an Veranstaltungen „flämischer Nationalisten“ ab dem Jahr 1994.

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