Corona befeuert Jagd auf Südafrikas Wildtiere: Elefant, Nashorn und Co. als unbemerkte Virusopfer


In Südafrika droht durch die Corona-Pandemie ein neuer Arbeitslosenrekord. Während die Regierung versucht, eine humanitäre Katastrophe abzuwenden, bleibt ein Virusopfer größtenteils unbemerkt: die Tierwelt des Landes.

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In den Straßen patrouillieren Soldaten. Die Polizei hält Autofahrer an, um sich nach deren Ziel zu erkundigen. Mindestens einmal am Tag knattert ein Militärhubschrauber über die Vororte. Südafrika befindet sich in Woche drei einer strengen Ausgangssperre. Ins Freie dürfen die Südafrikaner nur zum Einkaufen oder um einen Arzt aufzusuchen. Positiver Nebeneffekt: Ein Rückgang der Verbrechensrate, darunter auch der Fälle von Wilderei. Auf lange Sicht könnte Covid-19 jedoch das Gegenteil bewirken, warnen Umweltexperten.

Auch Touristenziele bleiben geschlossen

„Wir profitieren derzeit von diesen Maßnahmen“, zitiert die südafrikanische Zeitung „Times“ Johan Jooste. Der pensionierte Generalmajor der südafrikanischen Streitkräfte ist heute für die Sicherheit in den Nationalparks zuständig. Wie Restaurants, Kinos und viele Geschäfte am Kap bleiben auch diese beliebten Touristenziele vorerst geschlossen. Jooste hofft, dass durch die Ausgangsbeschränkung nicht nur die Kurve der Corona-Infektionen abgeflacht werden kann, sondern zugleich die der illegal getöteten Elefanten, Nashörner und anderer bedrohter Tierarten.

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