Mutmaßlicher Lübcke-Mörder soll Kasseler Synagoge ausgespäht haben


Laut einem Medienbericht hat Stephan Ernst, der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, vor rund zehn Jahren die Kasseler Synagoge ausgespäht. Außerdem fanden die Ermittler in seinem Keller Informationen zu Lokalpolitikern.

WELT

Stephan Ernst (Archivbild von 2019) Quelle: picture alliance/dpa

Bei Stephan Ernst, dem mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, gibt es Hinweise auf weitere, frühere Anschlagspläne. Laut einem Bericht des „Spiegels“ soll Ernst vor rund zehn Jahren die Kasseler Synagoge ausgespäht haben. Er habe festgehalten, wann besonders viele Menschen dort zugegen waren, und vermerkt, dass an einem bestimmten Tag Jugendliche aus der Synagoge kamen, hieß es unter Berufung auf Ermittlungsergebnisse.

Entsprechende Notizen fanden sich demnach auf einem USB-Stick, der im Keller von Ernst gefunden worden sei. Auf dem Datenträger habe er zudem Informationen über örtliche Politiker von SPD, Grünen und PDS (seit 2005: Die Linke) gespeichert, darunter neben den Namen auch Kfz-Kennzeichen, Telefonnummern sowie Adressen. Zu etwa 60 Menschen oder Institutionen seien Aufzeichnungen entdeckt worden, vorwiegend aus den Jahren 2001 bis 2007.

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